NEWSLETTER NR. 2 | 2026

ENGAGIERT IN BAYERN

Informationen aus dem Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement

Auf einen Blick

Aktuelles

»  Bürgerpreis 2026 des Bayerischen Landtags: Engagement gegen Einsamkeit gesucht

»  „Frühling der Regionen“: Aktionen für mehr Engagement vor Ort

»  Hidden Movers Award 2026 der Deloitte-Stiftung für Bildungsprojekte

»  Förderaufruf der Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern: Innovative Ideen gegen Wohnungs- und Obdachlosigkeit

»  Achte Förderrunde des Programms „Neulandgewinner" für Engagement in ländlichen Räumen

»  Mikroförderprogramm der DSEE fortgesetzt: Ehrenamt gewinnen – Engagement stärken

»  Förderprogramm „Allzeitorte"

»  Ideenwettbewerb: Klimaschutz nebenan

Veranstaltungen

»  Tag der Nachbarschaft 2026 am 29. Mai: Gemeinsam aktiv für mehr Miteinander

»  Forum Ehrenamt 2026 in Miesbach: noch Plätze frei!

»  Austauschformat „KI fürs Gemeinwohl“: Erfahrungen teilen und voneinander lernen

Meldungen der Netzwerkpartner

»  Selbsthilfekoordination (SeKo) Bayern: Gesundheit im Wandel – Selbsthilfe informiert sich: Informationsveranstaltungen zur elektronischen Patientenakte (ePA)

»  AGABY – Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns: Gemeinsam für Antidiskriminierung: Geschäftsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft Antidiskriminierung Bayern nimmt Arbeit auf

»  Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.: Gewinner des „Bayerischen Eine Welt-Preises“ 2026 gekürt

Lesetipps

»  Sammelband: Demokratiepädagogik zwischen Theorie und Praxis

»  Bericht: Unternehmens-Engagement in Bayern

»  Studie: Mikroförderung für zivilgesellschaftliche Organisationen

»  Aktuelle Ausgabe der APuZ: Zivilgesellschaft im Fokus

Randnotiz

Aktuelle Meldungen

 
Bürgerpreis 2026 des Bayerischen Landtags: Engagement gegen Einsamkeit gesucht

Der Bayerische Landtag hat die Ausschreibung für den Bürgerpreis 2026 gestartet. Unter dem Leitthema „Gemeinsam weniger einsam – Wegbereiter für ein Miteinander“ werden in diesem Jahr Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die sich ehrenamtlich gegen Einsamkeit engagieren und Menschen wieder in Gemeinschaft bringen.

Einsamkeit betrifft Menschen jeden Alters und bleibt oft unsichtbar – ihre Auswirkungen sind jedoch weitreichend. Gesucht werden daher beispielhafte Initiativen, die Begegnung ermöglichen, Teilhabe fördern und neue Wege aus der Isolation aufzeigen. Besonders angesprochen sind auch Projekte außerhalb klassischer Vereinsstrukturen, die niedrigschwellige Angebote schaffen und unterschiedliche Zielgruppen erreichen.

Bewerben können sich ehrenamtlich Engagierte, Vereine, Initiativen und Organisationen mit Sitz in Bayern. Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert und würdigt nachhaltiges, bereits wirksames Engagement.

Bewerbungsschluss ist der 30. April 2026.

Website des Bürgerpreises | Ausschreibung PDF


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„Frühling der Regionen“: Aktionen für mehr Engagement vor Ort

Der „Frühling der Regionen“ ist eine bundesweite Initiative, bei der Menschen an zahlreichen Orten in Deutschland zusammenkommen, um ihre Region aktiv mitzugestalten. In unterschiedlichen Formaten – etwa bei Frühlingsfesten, Aufräumaktionen oder Dialogveranstaltungen – wird lokales Engagement sichtbar gemacht und Beteiligung gestärkt.

Ziel ist es, zu zeigen, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt und Veränderung auf lokaler Ebene entstehen können. Hinter der Initiative steht ein Netzwerk engagierter Akteurinnen und Akteure aus ländlichen Regionen.

Organisationen und Initiativen können sich mit eigenen Aktionen beteiligen, Teil des Netzwerks werden und für ihre Vorhaben eine Unterstützung von bis zu 800 Euro erhalten.

Eine Teilnahme ist noch bis Ende Juni möglich.

Weitere Informationen | Anmeldung


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Hidden Movers Award 2026 der Deloitte-Stiftung für Bildungsprojekte

Die Deloitte-Stiftung zeichnet mit dem Hidden Movers Award jährlich wenig bekannte, aber wirkungsstarke Bildungsinitiativen aus, die junge Menschen in Deutschland stärken. Besonderer Fokus liegt auf Projekten, die digitale Kompetenzen wie Informations-, Medien-, Daten- und Digitalkompetenz sowie den reflektierten Umgang mit KI fördern.

Gesucht werden kreative Initiativen für junge Menschen ab der weiterführenden Schule bis 30 Jahre, die bisher im Kleinen wirken, aber das Potenzial haben, die digitale Bildung in Deutschland spürbar zu verbessern und ihre Wirkung weiter auszubauen.

Parallel würdigt der Kutscheit-Sonderpreis für Sprachförderung Projekte, die Sprachkompetenz und grundlegende Lern- und Problemlösefähigkeiten fördern. Bewerbungen sind hier für Projekte mit einer Zielgruppe von 3 bis 30 Jahren möglich.

Die besten Initiativen erhalten insgesamt 75.000 Euro, davon 25.000 Euro für den Kutscheit-Sonderpreis. Zusätzlich profitieren die Gewinner von Coaching durch die Social Entrepreneurship Akademie und einer sechsmonatigen Pro-bono-Beratung durch Expert:innen von Deloitte. Die ausgezeichneten Projekte werden zudem öffentlichkeitswirksam präsentiert.

Bewerbungsschluss ist der 15. Mai 2026.

Weitere Informationen | Bewerbung


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Förderaufruf der Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern: Innovative Ideen gegen Wohnungs- und Obdachlosigkeit

Die Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern fördert auch 2026 wieder innovative Projekte der Wohnungs- und Obdachlosenhilfe – mit bis zu 50.000 Euro pro Vorhaben.

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf, Vorstandsvorsitzende der Stiftung, betont: „Wir als Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern unterstützen nachhaltige und wirkungsvolle Projekte. Prävention ist hier ein wichtiger Schlüssel: Wer früh handelt, kann Wohnungs- und Obdachlosigkeit verhindern, bevor sie entsteht. Wir freuen uns auf kreative Konzepte, die genau hier ansetzen.“

Bewerbungsschluss ist der 17. Mai 2026.

Weitere Informationen | Antragstellung


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Achte Förderrunde des Programms „Neulandgewinner" für Engagement in ländlichen Räumen

Für die achte Förderrunde des Programms „Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort“ werden engagierte Personen gesucht, die in ländlichen Regionen gesellschaftliche Herausforderungen praktisch angehen und neue Impulse setzen wollen. Gefördert werden Projekte in Gemeinden und Kleinstädten mit bis zu 50.000 Einwohner:innen.

Gefördert werden Vorhaben, die das Gemeinwohl stärken, zum Beispiel durch:

• Schaffung neuer Begegnungsorte

• Förderung sozialer Teilhabe und demokratischer Mitwirkung

• Stärkung des Miteinanders vor Ort

• Neue Lern-, Austausch- oder Mobilitätsformate

• Weiterdenken und Beleben bestehender Strukturen

Die ausgewählten Projekte erhalten über zwei Jahre bis zu 50.000 Euro Förderung. Zusätzlich gibt es Mentoring, Qualifizierungsangebote sowie Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten.

Bewerbungsschluss ist der 20. April 2026.

Weitere Informationen | Bewerbung

Die Förderung wird durchgeführt durch das gemeinsame Programmbüro des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung e.V. und des Neuland gewinnen e.V. und ermöglicht durch die folgenden Partner: Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt, Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und die ostdeutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.


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Mikroförderprogramm der DSEE fortgesetzt: Ehrenamt gewinnen – Engagement stärken

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt setzt ihr Mikroförderprogramm 2026 fort. Gemeinnützige Organisationen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts in strukturschwachen oder ländlichen Regionen können bis zu 1.500 Euro für Projekte beantragen, die das Ehrenamt und Engagement vor Ort stärken.

Gefördert werden z. B. Projekte, die:

• Engagement- und Ehrenamtsstrukturen aufbauen oder stärken

• Neue Aktive gewinnen und Nachwuchs fördern

• Innovative Beteiligungsformen entwickeln und erproben

Bis zu 90 % der Projektkosten sind förderfähig (Sach- und Honorarkosten). Das Projekt muss bis Ende 2026 abgeschlossen sein, eine feste Antragsfrist gibt es nicht.

Weitere Informationen | Antragstellung


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Förderprogramm „Allzeitorte"

Das Förderprogramm „Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“ der Robert Bosch Stiftung und des Bundesverbands Soziokultur unterstützt Kooperationen, die alltägliche Orte zu langfristigen Treffpunkten für Austausch, Beteiligung und gemeinsames Handeln entwickeln wollen.

Kooperationen aus drei Partnerorganisationen können teilnehmen:

• Eine Einrichtung der Soziokultur

• Ein Träger der politischen Bildung

• Ein Alltags- oder Freizeitort (z. B. Nachbarschaftstreff, Vereinsheim, Schwimmbad, Park, Café, Fitnessstudio, Werkstatt oder Räume in Kirchen, Moscheen oder Synagogen)

Die Förderung durchläuft zwei Phasen: In der Konzeptionsphase erhalten 15 ausgewählte Projekttrios je 6.000 Euro. Bewerbungsfrist dafür ist der 17. Mai 2026. In der Umsetzungsphase werden 7 Projekte von Januar 2027 bis September 2029 mit bis zu 140.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen | Antragstellung


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Ideenwettbewerb: Klimaschutz nebenan

Am 15. April 2026 startet die vierte Runde des Ideenwettbewerbs „Klimaschutz nebenan“ der nebenan.de Stiftung. Gesucht werden kreative Aktionen, die den Klimaschutz direkt in der Nachbarschaft umsetzen – zum Beispiel gemeinsames Gärtnern, Fahrgemeinschaften oder lokale Projekte zu erneuerbaren Energien.

Alle, die ihre Nachbarschaft aktiv gestalten und einen Beitrag zu gesunden, nachhaltigen Quartieren leisten möchten, können teilnehmen. In den letzten zwei Jahren haben bereits über 1.500 Menschen ihre Ideen eingereicht.

Bewerbungsschluss ist der 14. Juni 2026. Die Bewerbung wird ab dem 15. April möglich sein.

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Veranstaltungen und Fortbildungen

Tag der Nachbarschaft 2026 am 29. Mai: Gemeinsam aktiv für mehr Miteinander

Der Tag der Nachbarschaft ist ein bundesweiter Aktionstag, der das nachbarschaftliche Miteinander stärkt und Menschen zusammenbringt. Seit 2018 ruft die nebenan.de Stiftung dazu auf, rund um Ende Mai vielfältige Aktionen zu organisieren – von Nachbarschaftsfesten bis hin zu gemeinsamen Aktivitäten im Quartier.

Im Jahr 2026 findet der Aktionstag in Kooperation mit Aktion Mensch sowie mit Unterstützung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE), der Diakonie Deutschland und Wall GmbH statt. Der Aktionszeitraum läuft vom 16. bis 31. Mai und ist Teil des bundesweiten Ehrentags rund um den 23. Mai.

Organisationen, Initiativen und Engagierte sind eingeladen, eigene Aktionen umzusetzen und so Begegnung und Austausch vor Ort zu fördern.

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Forum Ehrenamt 2026 in Miesbach: noch Plätze frei!

Die Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern und die Versicherungskammer – Stiftung richten am 25. April 2026 das Forum Ehrenamt in Miesbach aus – unter dem Motto „Packs an – Engagement von morgen gestalten!“.

Die Veranstaltung richtet sich an Engagierte, Vereinsvorstände und Hauptamtliche in der Engagementförderung, die sich mit Zukunftsfragen des Ehrenamts beschäftigen möchten. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Digitalisierung und KI im Verein, moderne Vereinsentwicklung, neue Vorstandsmodelle sowie kreative Formate der Öffentlichkeitsarbeit.

Das Programm startet mit einer Keynote von Prof. Dr. Elisabeth Kals zu Motivation und Zukunft des Engagements. Ergänzend geben Beispiele aus der Praxis Einblicke in aktuelle Entwicklungen vor Ort.

Das Forum findet von 9:00 bis 16:00 Uhr im „Bunten Haus“ in Miesbach statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Plätze in den Workshops sind begrenzt.

Weitere Informationen | Anmeldung


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Austauschformat „KI fürs Gemeinwohl“: Erfahrungen teilen und voneinander lernen

Das Civic Data Lab (CDL) unterstützt zivilgesellschaftliche Organisationen im Umgang mit Daten und Künstlicher Intelligenz. Mit dem monatlichen Austauschformat „KI fürs Gemeinwohl“ bietet das CDL eine Plattform für alle, die sich praxisnah und reflektiert mit dem Einsatz von KI im Engagement beschäftigen möchten.

Im Mittelpunkt stehen der gemeinsame Austausch zu Herausforderungen, das Teilen von Erfahrungen sowie Beispiele guter Praxis aus unterschiedlichen Organisationskontexten.

Der nächste digitale Termin findet am 29. April 2026 von 11:30 bis 12:30 Uhr statt. Für die Teilnahme ist eine Registrierung auf der CDL-Community-Plattform erforderlich, über die auch die Dokumentation der bisherigen Veranstaltungen zugänglich ist.

Weitere Informationen | Anmeldung


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Meldungen der Netzwerkpartner

Selbsthilfekoordination (SeKo) Bayern
Gesundheit im Wandel – Selbsthilfe informiert sich: Informationsveranstaltungen zur elektronischen Patientenakte (ePA)

Anfang 2026 startete das Projekt „Gesundheit im Wandel – Selbsthilfe informiert sich“.

Es wird umgesetzt von Seko Bayern e.V. und dem Gesundheitsladen München e.V. und aus Mitteln der Selbsthilfeförderung der AOK Bayern unterstützt.

Interessierte Selbsthilfegruppen und -organisationen können in eigenen Veranstaltungen indikations- und themenspezifische Fragen zur ePA klären. Die Teilnehmenden lernen praxisnah, wie sie die ePA sicher nutzen, Dokumente verwalten, Zugriffsrechte einstellen und Datenschutz beachten.

Bei Interesse wenden Sie sich an Christina Flurschütz (Seko Bayern e.V.).

Weitere Informationen & Terminabsprachen


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AGABY – Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns
Gemeinsam für Antidiskriminierung: Geschäftsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft Antidiskriminierung Bayern nimmt Arbeit auf

Die im Rahmen von respekt*land geförderten Beratungsprojekte in Bayern mussten ihre Tätigkeit zum 31.1.2026 einstellen, da die Förderung durch den Bund endete. Um die gewachsene Expertise sowie die bestehenden Netzwerke nachhaltig zu sichern, haben freie Träger und kommunale Akteur:innen aus dem Bereich der Antidiskriminierungsberatung in Bayern die Landesarbeitsgemeinschaft Antidiskriminierung Bayern (LAG) gegründet.

Unter dem Dach der AGABY hat die Geschäftsstelle am 1.2.2026 ihre Arbeit aufgenommen. Die LAG Antidiskriminierung Bayern bündelt die Expertise lokaler Beratungsstellen und bietet eine Plattform für Austausch und Vernetzung.

Die LAG Antidiskriminierung Bayern arbeitet daran, die Rolle der Antidiskriminierungsberatung in einer vielfältigen Gesellschaft langfristig zu festigen. Sie setzt sich für ein flächendeckendes, niedrigschwelliges Beratungsangebot und für die strukturelle Verankerung von Antidiskriminierungsarbeit in Politik und Verwaltung ein. Sie versteht sich als gemeinsame Stimme der Antidiskriminierungsberatung in Bayern.

 


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Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.
Gewinner des „Bayerischen Eine Welt-Preises“ 2026 gekürt

Foto: Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. / Schurse

Gewinner des „Bayerischen Eine Welt-Preises“ 2026 sind der AK Fair Trade des Camerloher Gymnasiums in Freising, der Weltladen Alzenau e.V. sowie der Arbeitskreis Eine Welt-Laufen e.V. – einen Sonderpreis für Kommunen teilen sich Aschaffenburg und Gersthofen: Sie alle wurden ausgezeichnet für vorbildliches bürgerschaftliches Eine Welt-Engagement.

Verliehen wurde der „Bayerische Eine Welt-Preis“ 2026 durch die Bayerische Staatsregierung, vertreten durch Bayerns „Eine Welt-Minister“ Eric Beißwenger MdL, in Kempten.

Überall in Bayern setzen sich Menschen auf vielfältige Weise ein für globale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Solidarität, Frieden und weltweite Bewahrung der Natur. Sie engagieren sich für „Eine Welt“: zum Beispiel im Rahmen partnerschaftlicher Zusammenarbeit (mit Schulen, Kirchengemeinden, Nichtregierungsorganisationen), im Kontext Fairer Handel oder im Bereich entwicklungspolitischer Bildung / Globalen Lernens. Sie wollen Globalisierung gerechter gestalten und allen Menschen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.

Dieses bürgerschaftliche Engagement zu stärken und in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen, ist das Ziel des „Bayerischen Eine Welt-Preises“.

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Lesetipps

Sammelband: Demokratiepädagogik zwischen Theorie und Praxis

Der Sammelband „Widerstand lernen – Demokratie stärken“ beleuchtet, wie demokratische Kompetenzen gefördert und gesellschaftlicher Zusammenhalt gestärkt werden können. Herausgegeben von Christiane Ruberg, Matthias Busch und Markus Gloe, verbindet die Veröffentlichung theoretische Perspektiven mit praxisnahen Ansätzen.

Im Fokus stehen Themen wie Demokratiebildung, gesellschaftliche Teilhabe und der Umgang mit Vielfalt. Neben grundlegenden Überlegungen werden konkrete Beispiele aus der Praxis vorgestellt, etwa aus schulischen Entwicklungsprozessen, der Schülervertretung oder Projekten gegen Rassismus.

Der Band zeigt, wie Lernorte gestaltet werden können, um demokratisches Bewusstsein zu stärken und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen – in Schule ebenso wie in der Zivilgesellschaft.

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Bericht: Unternehmens-Engagement in Bayern

Drei von vier Unternehmen in Bayern engagieren sich aktiv für ihre Städte, Gemeinden und Regionen. Das zeigt der neue „Monitor Unternehmensengagement Länderbericht Bayern 2025“ des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. Er berücksichtigt neben großen Betrieben auch kleine und mittlere Unternehmen und macht deutlich: Bayerische Unternehmen schaffen nicht nur Wirtschaftskraft, sondern übernehmen Verantwortung für das Gemeinwesen.

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf betont: „Unsere Unternehmen unterstützen Schulen, stärken Vereine und gestalten Kommunen mit. Dieses Engagement schafft Zusammenhalt, fördert Fachkräfte und prägt unsere Heimat. Bayern ist gemeinsam stark.“

Das Engagement ist vielfältig:

• Unterstützung von Sportvereinen, Kulturprojekte, Umweltinitiativen oder Bildungsprogrammen

• Finanzielle und sachliche Zuwendungen (87 %), Freistellungen für ehrenamtliches Engagement (62 %), Bereitstellung von Räumen (52 %)

Damit das gesellschaftliche Engagement seine volle Wirkung entfalten kann, setzt das Sozialministerium auf weniger Bürokratie und eine stärkere Vernetzung von Wirtschaft, Zivilgesellschaft und öffentlicher Hand. Dazu trägt unter anderem der bayerische CSR‑Tag bei, der Unternehmen, Politik und Gesellschaft jährlich zusammenbringt.

Die Ergebnisse der Studie liefern wichtige Orientierung und konkrete Empfehlungen für Unternehmen, Verbände und Politik, um lokales Engagement in Bayern nachhaltig zu stärken.

Weitere Informationen | Bericht


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Studie: Mikroförderung für zivilgesellschaftliche Organisationen

Die neue Studie „Kleine Summen, große Hilfe? Die Bedeutung von Mikroförderung für zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland“ von ZiviZ im Stifterverband zeigt: Mikroförderungen bis zu 5.000 Euro sind ein essenzielles Instrument zur Stärkung des lokalen Engagements. Knapp 40 % der Organisationen in Deutschland nutzen solche Mittel, z. B. für Anschaffungen wie Laptops oder Materialien (60 %) oder für Veranstaltungen (45 %).

Die Studie macht aber auch Probleme sichtbar: Viele Vereine kennen die Angebote nicht (73 %) oder empfinden den bürokratischen Aufwand als hoch: Antragstellung und Abwicklung dauern oft vier bis zehn Stunden. Besonders ehrenamtlich getragene Initiativen stehen dabei im Nachteil, während Organisationen mit hauptamtlichen Mitarbeiter*innen Fördermittel häufiger über Netzwerke und Dachverbände einwerben können.

Förderinstitutionen wie Stiftungen oder Ministerien spielen bei der Vergabe eine zentrale Rolle (lokale Akteure 73 %). Die Expert:innen empfehlen einfachere Verfahren, bessere Zugänge für ehrenamtliche Organisationen und transparente Förderhöhen, damit Mikroförderungen ihr volles Potenzial entfalten.

Weitere Informationen | Studie


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Aktuelle Ausgabe der APuZ: Zivilgesellschaft im Fokus

Demokratie lebt vom Mitmachen – und darauf sind freiwillig engagierte Menschen angewiesen, sei es in Vereinen, Initiativen oder unabhängig organisiert. Zivilgesellschaftliche Organisationen übernehmen wichtige soziale Aufgaben, entlasten den Staat und erhalten im Gegenzug Fördermittel oder Steuervorteile. Gleichzeitig wirft das politische Engagement Fragen auf: Wie politisch dürfen gemeinnützige Organisationen sein, und wo verläuft die Grenze zum parteipolitischen Handeln?

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (APuZ) der Bundeszentrale für politische Bildung beleuchtet diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven und gibt Einblicke in die Rolle der Zivilgesellschaft in Deutschland.

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Randnotiz

von Claudia Leitzmann und Danielle Rodarius

Engagement- und Demokratieförderung

Lange Zeit konnten wir uns nicht vorstellen, dass sie berechtigt sein könnte: Die Angst vieler Einrichtungen in unseren Mitgliedsorganisationen, sich öffentlich für oder gegen eine Sache auszusprechen oder sich politisch zu positionieren. Immer wieder gab es in unseren Austauschtreffen die Frage, ob Gefahr bestehe, dass Vereine ihren Status der Gemeinnützigkeit verlieren oder dass öffentliche Fördergelder gestrichen werden.

Wir gehen davon aus, dass es in unserem Staat erwünscht und unterstützt wird, sich auf dem Boden einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu engagieren, zu diskutieren, unterschiedlicher Meinung zu sein. Deshalb haben wir stets dazu ermutigt, Partei zu ergreifen und Haltung zu zeigen. Das fördern wir beispielsweise auch in unseren Engagement-Projekten insbesondere für junge Menschen wie z.B. bei „Einmischen!“.

Nun besteht offenbar doch ein berechtigter Anlass für die genannten Sorgen. Uns bleibt nur zu hoffen, dass dies schnellstmöglich seitens der Politik entkräftet und klargestellt wird.

Übrigens: Kurzentschlossene können sich noch anmelden zu unserer Tagung „Demokratie: Unser Beitrag!?“ am 24. April in Nürnberg, Anmeldung unter: https://eveeno.com/290329784.


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Vorstand und Geschäftsführung: Claudia Leitzmann & Danielle Rodarius
Redaktion: Claudia Leitzmann & Marlene Eckert

Bildquellen: Bayerischer Landtag, DeloitteStiftung, Bundesverband Soziokultur, nebenan.de Stiftung, Versicherungskammer – Stiftung, CDL, SeKo Bayern, AGABY, Eine Welt Netzwerk Bayern e.V., Wochenschau Verlag, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V, Bundeszentrale für politische Bildung

 

 

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